Ratgeber Rollatoren für die häusliche Pflege

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Ratgeber Rollatoren für die häusliche Pflege2017-11-26T22:43:34+00:00

Details zu Rollatoren

Häufig benötigen ältere Menschen oder Menschen mit Gehbehinderung einen Rollator, um möglichst mobil zu bleiben oder den Alltag weitestgehend autonom bewältigen zu können.

Was ist ein Rollator?

Ein Rollator vereint die Eigenschaften einer Gehhilfe und die Eigenschaften einer Sitzmöglichkeit gleichzeitig und kann gewissermaßen auch als Gehwagen bezeichnet werden. Im Gegensatz zu einem Gehstock, bietet ein Rollator mit seinen vier Rollen und zwei Handgriffen immer einen sicheren Stand. Dieser Zusatz an Stabilität reduziert das Sturzrisiko, im Verhältnis zu einem Gehstock oder einer vergleichbaren Gehhilfe, enorm. Falls sich der Nutzer des Rollators eine Auszeit gönnen möchte, kann er jederzeit bequem die Sitzfläche nutzen. Darüber hinaus fungiert ein Rollator oftmals auch als Helfer beim Einkauf: So kann ein kleinerer Einkauf ohne Probleme im integrierten Einkaufskorb abgelegt und transportiert werden.

Ein weiterer Vorteil, im Gegensatz zu einem Rollstuhl, besteht vor allem darin, dass der Nutzer des Rollators seinen Unterkörper und die Beinmuskulatur weiterhin ansprechen kann, wohingegen die Fortbewegung bei einem Rollstuhl in der Regel nur durch das Anschieben über die Arme funktioniert, oder gar durch eine weitere helfende Person bewerkstelligt wird. Allerdings ist wichtig zu wissen, dass ein Rollator zur Ergänzung zum Rollstuhl dienen kann, allerdings nicht als dessen Ersatz.

Primär unterscheiden sich Rollatoren im Gewicht und in ihren Ausstattungsvarianten. Dabei ist das vorhandene Angebot nur selten überschaubar. Daher sollte man vorab klären, für welchen Einsatzort der Rollator genutzt wird.

Welche Unterschiede gibt es bei Rollatoren?

Primär unterscheiden sich Rollatoren im Gewicht und in ihren Ausstattungsvarianten.
Dabei ist das vorhandene Angebot nur selten überschaubar. Daher sollte man vorab klären, für welchen Einsatzort der Rollator genutzt wird.

Wo soll der Rollator eingesetzt werden?

Soll der Rollator primär außerhalb des Hauses genutzt werden, oder auch in der eigenen Wohnung nutzbar sein? Meist sind Rollatoren als Gehhilfe für beide Umgebungen geeignet. Allerdings ist darauf zu achten, dass der Rollator im häuslichen Umfeld in seiner Gesamtbreite keine Behinderung darstellt, wenn der Nutzer durch Türen mit geringer Breite gehen möchte. Daher sind spezielle Wohnungsrollatoren immer relativ schmal konzipiert. Zusätzlich wird bei diesen Indoor Modellen auf den vorab genannten Einkaufskorb verzichtet und stattdessen findet man häufig ein Tablett vor, um Alltagsgegenstände innerhalb der Wohnung transportieren zu können. Da es in diesem Falle ebenfalls keine Sitzfläche gibt, besteht auch nicht länger die Möglichkeit, verschiedene Sitzhöhen einzustellen. Um den Rollator auch in verschiedenen Situationen innerhalb der Wohnung sicher schieben zu können, wird beim Indoor Modell auch auf zwei separate Griffe verzichtet und stattdessen eine durchgehende Griffstange zur Verfügung gestellt.

Rollatoren für die Nutzung außerhalb des Hauses, sollten vor allem über hochwertige Räder verfügen. Falls sich der Nutzer auf unebenem Boden bewegt, sind möglichst weiche Räder, oder alternativ ein gefederter Rahmen unerlässlich, um die Bewegung auf schlechtem Untergrund abzufedern und möglichst angenehm zu gestalten. Hierbei sollte darauf geachtet werden, luftgefüllte Räder zu vermeiden, da sonst bei einer Panne keine Bewegungsmöglichkeit mehr gegeben ist. Häufig sind Outdoor Modelle speziell vorne mit breiteren Reifen ausgestattet, um kleinere Hindernisse wie z.B. Äste oder Bordsteinkanten überwinden zu können. Die Breite des Rollators spielt hierbei, im Gegensatz zu Rollatoren innerhalb der Wohnung, eine untergeordnete Rolle. Allerdings ist eine Sitzfläche sinnvoll, um dem Nutzer bei längeren Wegstrecken eine Ruhepause zu ermöglichen.

Kann ein Rollator bezuschusst werden?

Ja. Falls der behandelnde Arzt ein Rezept für einen Rollator ausstellt, kann dieser teilweise oder komplett von der Krankenkasse finanziert werden. Wie hoch dieser bezuschusste Betrag ist, hängt ganz von der jeweilige Krankenkasse ab. Bei dem Rezept des Arztes ist es wichtig, dass spezifischere Angaben zum benötigten Rollator gemacht werden, wenn das Modell z.B. besonders leicht oder vielleicht faltbar sein soll.

Die Abwicklung erfolgt dann seitens der Krankenkasse über einen qualifizierten Partner, wie z.B. ein Sanitätshaus. Dadurch ist ein hochwertiges Produkt, sowie eine fachmännische und umfassende Beratung für den Betroffenen gewährleistet. Allerdings kann es bei einer Bezuschussung durch die Krankenkasse sein, dass das gewählte Modell nicht mehr auf dem technisch neusten Stand, oder vielleicht bereits gebraucht ist.

Auf was sollte man grundsätzlich bei einem Rollator achten?

Das Gewicht

Falls der Einsatzbereich des Rollators festgestellt ist, sollte weiterhin das Gesamtgewicht der Gehhilfe beachten werden. Für den Fall, dass der Rollator gehoben werden muss, ist das Gewicht natürlich ein absolut relevanter Faktor. Durchschnittlich wiegen Standardmodelle zwischen 12 und 14 Kg. Ein Leichtgewichtsrollator hingegen nur um die 7 bis 8 Kg. Letztere werden meist aus leichtem Aluminium gefertigt, was nicht nur das geringe Gewicht erklärt, sondern auch effektiv vor Korrosion schützt.

Weiterhin sollte die maximale Gewichtsbelastung beachtet werden: Diese wird immer für den jeweiligen Rollator angegeben und darf in keinem Fall überschritten werden, um den Benutzer nicht zu gefährden.

Die richtige Größe

Darüber hinaus gilt es auf die verschiedenen Größen der Rollatoren zu achten. Um festzustellen, welche Größe wirklich geeignet ist, sollte folgendes beachtet werden:

  • Der Abstand zwischen dem Handgelenk des Benutzers uns dem Boden muss gemessen werden. Dabei sollte der Benutzer aufrecht stehen.

  • Die Handgriffe sollten sich ohne Probleme auf die notwendige Höhe einstellen lassen.

  • Auch die Sitzfläche sollte in ihrer Höhe adäquat verstellt werden können.

So ist gerade eine zu hohe Sitzhöhe für den Benutzer unbequem und eine zu niedrige Sitzhöhe unnötig behindernd beim Aufstehen. Als Orientierung können folgende Richtwerte heran gezogen werden:

  • Bei einer Körpergröße bis 1,65 Meter sollte eine Sitzhöhe zwischen 50 und 54 cm gewählt werden.

  • Größere Personen können ohne Probleme eine Sitzhöhe von 58 cm bis 62 cm Höhe wählen.

Auch die Breite des Rollators ist von wichtiger Bedeutung. Wie bereits erwähnt, ist diese vor allem für die Nutzung innerhalb der Wohnung relevant. Die meisten Indoor Modelle sind mit einer Breite von ca. 55 cm auch für schmale Türen geeignet.

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